Startseite » Sola…wie?

Was ist Solidarische Landwirtschaft?

Solidarische Landwirtschaft (kurz Solawi) ist abgeleitet vom amerikanischen „Community Supported Agricultre“ (kurz CSA). In Deutschland gibt es schon mehr als 100 Solawi Höfe.

Wer ist solidarisch? Der Verbraucher mit dem Erzeuger, die Mitglieder untereinander. Die Solidarität zwischen Verbraucher und Erzeuger besteht darin, dass der Verbraucher nicht darauf aus ist, möglichst billig die Produkte des Erzeugers zu bekommen, sondern bereit ist, dem Erzeuger einen angemessenen Preis für seine Produkte zu zahlen. Mehr noch: die Gemeinschaft der Verbraucher finanziert den Anbau und sichert den Landwirten und Gärtnern das Fortbestehen des Hofes und einen angemessenen Lebensunterhalt.

„Die Lebensmittel verlieren ihren Preis und erhalten so ihren Wert zurück.“

Wolfgang Stränz, Solawi Buschberghof

Vorteile für die Mitglieder:

  • Versorgung mit frisch geernteten, regional und biologisch erzeugten, saisonalen Lebensmitteln
  • Kennenlernen von Gemüsen oder Sorten, die im Handel normalerweise gar nicht angeboten werden
  • Direkter Kontakt zum Erzeuger: Mitglieder kennen die Anbauflächen und die Menschen, die dort arbeiten. Sie wissen, wo ihr Essen herkommt
  • Mitbestimmung bei der Anbauplanung und der Weiterentwicklung des Hofes
  • Transparenz des gesamten Produktionsprozesses mit allen Betriebskosten
  • Gemeinsame Ernteaktionen und Feste
  • Möglichkeit zur Mithilfe

Vorteile für die „aktiven“ Landwirte und Gärtner:

  • Die Gemeinschaft teilt sich das Anbaurisiko und garantiert die Abnahme der Ernte
  • Kaum Lebensmittelverluste, da es keine Handelsnormen und Schönheitskriterien gibt
  • Gesichertes Einkommen für Landwirte, Gärtner und Angestellte, faire Entlohnung
  • Weniger Logistik, Aufwand und Kosten der Vermarktung
  • Kein Preisdumping durch den (auch Bio-) Großhandel oder andere Konkurrenz